Besucher-, Kita-, Schul-, und Therapiehundeteamausbildung

WISSEN, EMPATHIE, GEDULD & ÜBERZEUGUNG FÜR EINE TOLLE SACHE

Unsere Ausbildung


Beim Erstellen einer solchen Seite überlegt man sich natürlich, was Sie, die Sie aus einem bestimmten Grund hier gelandet sind, wohl lesen möchten, außer die harten Fakten.

Wie sich diese Ausbildungen entwickelt haben und was sie sind, kann man mittlerweile auf vielen Seiten nachlesen. Ich möchte Ihnen aber sagen, was mich und mein Team bewegt, diese Ausbildung anzubieten, weil wir glauben, dass Ihnen das einen kleinen Einblick gibt, was für Menschen Sie hier erwarten, wenn Sie sich entschließen, Ihre Ausbildung bei uns zu absolvieren.

Als ich 2007 das erste Mal von dieser Ausbildung hörte dachte ich, das wäre eine tolle Möglichkeit Geld zu verdienen. Da will ich mal ganz ehrlich sein. Ich hatte mit meiner Hündin Cassidy selbst eine 6-monatige Fortbildung in diesem Bereich gemacht und besuchte Schulen und Kindergärten mit meinen beiden Hunden.
Also startete ich 2008 ganz alleine, ohne qualifiziertes Team, die erste Ausbildungsrunde mit 3 Teilnehmerinnen. Schon in diesem ersten Jahr, merkte ich, wie viel mehr das doch war.
In unseren Praxiseinsätzen hatten wir den ersten tollen Erfolg: ein kleiner Junge mit Angst vor Hunden traute sich am Ende der Einheit meine Hündin Naya an der Leine zu führen. Er überwand seine Ängste für den Hund, der selbst oft sehr hibbelig und unsicher war. Er wollte stark für sie sein. Der Therapeut, bei dem dieser Junge seit fast 4 Monaten in Therapie wegen seiner Hundeangst war, konnte das in dieser Zeit nicht erreichen. Ich weiß noch, wie wir Abends zusammen saßen, meine drei Azubis und ich und mit Tränen in den Augen total geflasht waren.
Ich glaube, da wurde mir das erste Mal so richtig bewußt, was ein Hund als Co-Therapeut/ Pädagoge/ Erzieher/ Pfleger alles schaffen könnte, was Menschen in so kurzer Zeit nicht erreichen.

Den nächsten Ausbildungsgang mit 8 Azubis machte ich zwar wieder alleine, aber viel besser vorbereitet. Es gab zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel Literatur, aber die, die es gab, verschlang ist. Erste Bücher über Therapie, Pädagogik, unterschiedliche Krankheitsbilder etc. fanden ihren Weg in mein Regal.
Und auch in diesem Jahr gab es ein Highlightmoment, als in einem Übungseinsatz, die Hündin einer Teilnehmerin sich ausschließlich von einem Mädchen kuscheln ließ, die eher eine Außenseiterfigur einnahm. Ihre Mutter erzählte uns, dass es ihr schwer fiel, sich ins Klassengefüge einzufinden, die anderen Kinder mieden sie, weil sie für ihr Alter schon sehr reif war und sich wenig für die Dinge interessierte, die ihre Klassenkameradinnen toll fanden. Dafür mehr für Tiere und die Natur. Die Hündin, war in unserer Azubigruppe ebenfalls irgendwie eine Außenseiterin. Sie war noch sehr jung und übermütig und die anderen Hunden fühlten sich eher genervt. Aber das Mädchen und der Hund haben sich gesucht und gefunden. Über diesen besonderen Hund kam das Mädchen mit anderen Teilnehmerinnen dieses Events ins Gespräch und zwar so sehr, dass diese Mädchen sich anfreundeten. Das besagte Mädchen kenne ich bis heute sehr gut und die beiden Mädchen aus dem Event und sie, sind bis heute Freunde. Wem dabei nicht das Herz aufgeht, der ist in diesem Bereich einfach nicht richtig.

Heute, gute 16 Jahre später, habe ich ein qualifiziertes Team um mich geschart. Unter "DAS DOZENT/INNEN-TEAM" können Sie uns ein bißchen besser kennenlernen.
Was ich Ihnen aber über uns sagen kann ist, dass wir alle für diese Ausbildung brennen. Viele von uns arbeiten mit ihren Hunden als Besucher-, Kita-, Schul- oder Therapiehundeteam oder haben das getan. Alle sind in ihrem Arbeitsbereich Experten und bringen viel Wissen aus den einzelnen Berufsfeldern mit, so dass Sie hier Therapeutinnen, Pädagoginnen, Erzieherinnen, Trainer/innen und Coaches erwarten, von deren Berufserfahrung Sie profitieren dürfen. Aber nicht nur von dieser, sondern auch von unserer Einsatzfreude, von unserer Liebe zu unseren Hunden, davon dass wir Hunde als Partner und nicht als Befehlsempfänger sehen und dass wir viel Wert darauf legen, dass Sie und Ihr Hund auch im Beruf nochmal ein ganz besonderes Team werden, dass sich versteht und aufeinander verlassen kann.

WARUM GIBT ES BEI UNS KEINEN EIGNUNGSTEST?

Die Frage, die man sich ja stellt, wenn es um einen Eignungstest geht ist "Was wollen wir denn testen?". In der Regel geht es ja darum zu schauen, wie geeignet ein Hund für den Einsatz als Besucher-, Kita-, Schul- oder Therapiehund ist.
Aber wozu?
Unsere Ausbildung dauert 18 Monate. In 18 Monaten kann unglaublich viel passieren. Glauben Sie mir, kein Eignungstest der Welt kann Ihnen sicher sagen, dass Ihr Hund auch in 18 Monaten noch geeignet ist, in den Einsatz zu gehen oder eben nicht.

Ich habe hier schon über 250 Hunde in der Ausbildung gehabt. Hätten die alle einen Eignungstest bei mir gemacht, kann ich Ihnen sagen, dass 1/3 davon durchgefallen wären zu dem Zeitpunkt, wo die die Ausbildung bei uns begonnen haben:

* Ein Hund war dabei, der richtig aggressiv auf Menschen reagiert hat, die sich nicht absolut korrekt verhalten haben. Heute arbeitet er mit seinem Besitzer in einer JVA mit jungen Männern, die Gewaltpotential haben und reflektiert denen ihr Verhalten.
* Viele Hunde waren dabei, die insgesamt eher unruhig waren, nicht gut kontrollierbar und sich von Energien schnell anstecken ließen. Einer arbeitet in einer Schule und sorgt dafür, dass die Klassen ruhiger sind, weil die Schüler gelernt haben, dass der Hund dann auch ruhig sein kann. Einer arbeitet im sozialpädagogischen Bereich und schult die Teilnehmer in korrekter Körpersprache und darin ruhig und klar zu formulieren was man möchte.
* Ein unsicherer Hund arbeitet bei einer Therapeutin in ihrer Praxis BESONDERS bei ebenso unsicheren Menschen, die über den Hund verstehen, was sie selbst benötigen.
* ... um nur ein paar zu nennen.

Für mich gibt es so gut wie keinen ungeeigneten Hund! Es gibt nur einen ungeeigneten Arbeitsplatz oder einen ungeeigneten Menschen. Und das ist gar nicht despektierlich gemeint, sondern manchmal einfach ein Fakt.

Mussten wir schonmal feststellen, dass Hunde sich wirklich nicht für den gedachten Arbeitsplatz eignen? Ja! Natürlich. Insgesamt waren das 4 Hunde für über 250. 

IST DIE AUSBILDUNG ANERKANNT?

In der Regel bezieht sich die Frage auf eine Anerkennung wie bei einem Beruf und da lautet die Antwort sehr klar NEIN!! Es gibt keine staatliche Anerkennung.
Wir haben uns bewußt gegen eine Akkreditierung bei einem der Dachverbände entschlossen. Diese ist sehr aufwendig und kostspielig und muss regelmäßig wiederholt werden. Diese Zeit, Energie und das Geld investieren wir lieber in gut aus- und fortgebildete Dozent/innen.
Und da es dennoch keine Relevanz im Rahmen einer staatlichen Anerkennung hätte, wenn man Mitglied bei einem dieser Verbände wäre und uns die Mühlen da oft einfach auch zu langsam drehen, wenn es um Neuerungen geht, gibt es für uns mehr Nach- als Vorteile.
Die Nachteile wären, dass wir nicht einfach Ausbildungsinhalte ändern dürften, wenn wir finden, dass es sinnvoll ist. Wir dürften nicht einfach so Personal verändern. Einige für uns sinnvolle Inhalte müssten wir streichen, damit wir für uns unsinnige Inhalte aufnehmen könnten. Die Ausbildung würde wesentlich länger dauern und deutlich mehr kosten und wäre für die Teilnehmer/innen nebenberuflich kaum stemmbar.
Der einzige Vorteil wäre, dass wir damit werben könnten, das wir Mitglied eines Verbandes wären und unsere Teilnehmer/innen dann auch einen entsprechenden Stempel auf ihrem Zertifikat hätten.
Also nein, wir haben keine offizielle Anerkennung von irgendeiner Stelle und es ist auch nicht geplant.